Pressemitteilung Juli 2003
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Nr. 5 / 2003
Bonn / Jena, 2. Juli 2003
»International anerkannte Studiengänge erhalten!«
Professoren warnen vor Qualitätsverlust durch flächendeckende Einführung neuer Studiengänge
Der Allgemeine Deutsche Fakultätentag (AFT) und der Deutsche Hochschulverband (DHV) befürchten Verluste an wissenschaftlicher Qualität im Zuge der geplanten flächendeckenden Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. AFT und DHV haben daher die Hochschulpolitiker in Bund und Ländern davor gewarnt, die bewährten und international anerkannten Studiengänge leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Die Kritik beziehe sich nicht generell auf die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Auf Unverständnis stoße vielmehr die Absicht, die international bewährten Diplom- und Staatsexamensstudiengänge überstürzt überall durch BA / MA-Studiengänge ersetzen zu wollen, obwohl bislang kaum Erfahrungen hinsichtlich ihrer Qualität vorlägen.
»Neues zunächst prüfen zu wollen und im gleichen Atemzug voreilig das Bewährte abzuschaffen – das ist keine verantwortungsbewusste Politik, sondern absurdes Theater«, so der Vorsitzende des AFT, Professor Dr. Reinhold Grimm, und der Präsident des DHV, Professor Dr. Hartmut Schiedermair.
Der AFT und der DHV forderten, größere Transparenz und bessere Verständlichkeit bei der Bezeichnung der neuen Abschlüsse zu schaffen. Deshalb sollen zukünftig unabhängig von der jeweiligen fachlichen Bezeichnung des Abschlusses in jedem Fall auch die verleihende Hochschule als Institution und der Hochschulort genannt werden. Konkret bedeutet dies Bezeichnungen wie beispielsweise »Bachelor (FH Köln)« oder »Master (Uni Bonn)«.
Der Allgemeine Fakultätentag ist die gemeinsame Stimme der in fünfzehn Fakultätentagen zusammengefasste akademischen Disziplinen an deutschen Universitäten. Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der deutschen Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses mit über 19.000 Mitgliedern.

